Das große Demokratie-Experiment

Die bewunderte Bertha Benz lieferte den Praxistest für die Autofahrt. Wir liefern den Praxistest für die Demokratie.

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Bertha Benz ist eine bewunderte Heldin. Sie setzte sich auf den Kutschbock und los ging es. Das Automobil hat es in der Folge weit gebracht. Die Demokratie aber hat es schwer. Allein hinter dieser Plattform stehen mehr als zehn Jahre Grundlagenforschung, um überhaupt nur den Weg zu sehen, wo Demokratie vorwärts gehen kann. Aber der Weg ist jetzt klar. Und es braucht nur eine große Handvoll Pioniere, die sich mutig der Aufgabe stellen. Die Gas geben. Wie einst Berta Benz.

In aller Kürze

Jeder kennt heutzutage die Direkte Demokratie und die Repräsentative Demokratie. Allerdings weiß man bislang nicht, dass es sich dabei um zwei vollkommen unterschiedliche und vor allem auch eigenständige Demokratie-Prinzipien handelt. Alles Wissen um die Demokratie und alle demokratische Kultur sind stets um die Direkte Demokratie herum entstanden. Die Repräsentative Demokratie als eigenständiges und vollständiges Prinzip ist bis heute gänzlich unbekannt und nie umgesetzt worden. Die Direkte Demokratie arbeitet mit Vorschlägen, die mit Ja/Nein/Enthaltung abgestimmt werden. Die Repräsentative Demokratie arbeitet mit Programmen, die gewählt werden und koalieren können und einem Sprecher(in). Was wir bislang kennen und erleben, sind Mischformen aus beiden, wo jeweils der repräsentativ-demokratische Anteil stark beschnitten werden muss, um mit dem direkt-demokratischen Anteil einherzugehen. Das soll sich nun ändern. Denn nur die Repräsentative Demokratie ist das Profi-Werkzeug für große Gruppen. Und nur alleine kultiviert, also in ihrer tatsächlichen Form, wird sie es ermöglichen, dass wir unsere gesellschaftlichen Kräfte morgen voll entfalten können.